In Essen gabs gestern beim Fußball Ärger, Rostocker Fans haben lauter Feuerwerkskörper gezündet und eine Fahne verbrannt.
Dazu die Tagesschau: Die Verantwortlichen in Rostock suchen nach den Schuldigen.
*
tanzt aus dem 1. Mai
>>>for this one!
*pfeift, trötet, dreht ihre rassel!
sein buch ulysses wurde verboten, konfisziert, verrissen etc.. noch während er es schrieb, erschien es auszugsweise in zeitschriften. joyce, der kaum noch sehen konnte, suchte und fand in paris eine schreibkraft in einer mrs. harrison, deren mann bei der britischen botschaft beschäftigt war. "sie kam gut voran, bis am 8. april ihr mann einen blick in das manuskript warf und so viel anstoß daran nahm, dass er es ins feuer warf."
angela merkel und george bush.
merkel eröffnet: "lieber herr präsident ...", blick zu bush, "... lieber GEORGE!"
*schreit auf
... über Valéry Larbaud: in Paris der angesehenste Kritiker ausländischer Literatur, hatte Coleridge, Landor und Samuel Butler übersetzt, unverheiratet, kinderlos, ein Kosmopolit und glänzend informierter Dilettant.
*liebt diese Art von Nachlässigkeit
jetzt habe ich dieses antihistadingsdazeug genommen. das hat jetzt noch - **schaut auf die uhr - genau 40 minuten zeit zu wirken, dann muss ich zum unterricht.
Anobella - 30. Apr, 13:00
felix schwenzel stellt sich vor, wie ihm beim lesen der papier-vanity-fair der tisch ins erdgeschoss fiele.
zum
>>>browser-harakiri.
Anobella - 29. Apr, 17:04
nie Bedeutung beigemessen - bei einer Frau eine ganz ungewöhnliche Eigenschaft."
James Joyce an Jenny Serruys
Anobella - 29. Apr, 16:20
es sind ja immer gleich 20 leute zusammen, und nun gibts wieder ein baby, ein frühchen übrigens, und warum? weil die mutter, eine cousine (cousins und cousinen spielen bei mir die rollen von geschwistern, die ich nicht habe - mehr oder minder freiwillig, denn SIE haben ALLE geschwister; es ist ein bisschen wie geschwister haben, plus mich) (aber was, frage ich, macht das obligatorische einzelkind von heute, einzelkind eines einzelkinds?), also weil die mutter auf keinen fall ein frühchen wollte, das an hitlers geburtstag geboren wird.
fair enough. muss man so einer kleinen fratze nicht aufbürden.
eine andere cousine kommt aus einem halben jahr brasilien zurück mit farbigem freund. hab ich gelacht! wir bereiteten ihm alle das wärmste willkommen, dessen wir fähig waren und es wurde ihm aus verschiedenen (weiblichen) quellen (aller generationen) mitgeteilt, er sähe wesentlich besser aus als n.`s früherer freund. der sie übrigens nicht nach brasilien lassen wollte, weil er befürchtete, ihre beziehung würde zu bruch gehen.
"meine mutter macht nie rechtschreibfehler", sage ich gewichtig zu meiner tante, "und meine eltern auch nicht."
morgens um fünf ruft onkel w. bei tante c. an, dass er sein wohnzimmer umräumen will. irgendwelche vorschläge?
ich liebe familien.
Anobella - 29. Apr, 11:53
um den punkt mit dem klimaschutz zu unterstreichen.
*barfuß im april
**niest
Anobella - 25. Apr, 15:51
Anobella - 25. Apr, 15:43
ist nur eine hype. joyce hat homer mit dem ulysses nachgedichtet, brecht shaw mit der heiligen johanna der schlachthöfe und joan aiken jane austen - kongenial, I might say that.
und der erste satz der der geschichte, die ich heute abend in darmstadt lesen werde, stammt von patricia highsmith. so what?
ich kann mich noch gut erinnen, dass mir jemand postwendend aufs blog mit der frage "plagiat?" knallte, weil ich einen schnippsel aus dem spiegel über ein café in berlin in meinem krimi verwendete, in dem von tisch zu tisch gechattet wurde; ich habs nach new york und hamburg verlegt und schorndorf (2. hauptkommissar in wiesbaden, internethasser, aufreger) kommentierte es mit "alles kranke ... sitzen im cafe und reden nicht miteinander, sondern glotzen auf den bildschirm", irgendsowas.
nee, bleib mir weg mit dem langweiligen quark. lieber weiterlesen und es immer alles weiterarbeiten lassen.
*macht ein zimmerchen für dpr frei
Anobella - 25. Apr, 07:33
hat noch jemand im augenblick heuschnupfen? ich wüsste gern, welcher dieser mistpollen es ist, der mich fertig macht. ich habe BEULEN im gesicht und die SCHREIE meines niesens hört man runter bis zum hessischen landtag.
nächstes jahr, falls ich bis dahin im lotto gewonnen habe - **muss mal wieder spielen - fahre ich nach australien um die zeit. oder neuseeland. jedenfalls in den HERBST.
***hasst alles
Anobella - 24. Apr, 06:13
(Name geändert)
3
„Name?“
„Kaplan!“
Mit unbewegter Miene tippte Edmund den Namen in das Computerformular ein.
Der junge Mann lachte. „Mit dem Typ aus Köln hab ich nix zu tun, gell! Wir sind Christen. Aramäer, um genau zu sein.“ Er nickte Edmund zu, als müsste er Bescheid wissen.
Ständig saßen junge Leute vor Edmund, die fanden, dass er Bescheid wissen müsste.
„Geburtsdatum?“
„ ... Mesopotamien, falls Ihnen das was sagt. Das Land zwischen Euphrat und Tigris. Jesus war einer von uns.“
Edmund fuhr sich durchs Haar. Das behaupteten sie alle. Entweder war Jesus oder Mohammed einer von ihnen. Dauernd fingen irgendwelche halbgare Jungs irgendwelche religionstheoretischen Diskurse mit ihm an – statt ihm ihr Geburtsdatum zu sagen.
„Die Türken haben uns vor hundert Jahren vertrieben! Böse Sache!“
Jetzt dämmerte Edmund doch was. Waren die Aramäer identisch mit den Armeniern? Die waren doch auch von den Türken vertrieben worden? Rasch klickte er ins Netz auf ein Onlinelexikon: Nein, waren sie nicht. Ihre Geschichte ähnelte zwar der der Armenier, aber sie waren keine Armenier.
Zaki Kaplan war Edmund sympathisch. Gut so. Sympathie half bei der Jobsuche. Zur Zeit arbeitete er in einer italienischen Pizzabäckerei und belieferte unter anderem die katholische Kirche. Nette Leute, sagte er, das glaubte man gar nicht. Was er beruflich machen wollte? Automechaniker? Ging das?
Edmund betrachtete sein Zeugnis: Zakis Durchschnitt war lausig: Dreizwo. Aber er war ein hellwacher, blitzgescheiter Bursche. Er erzählte ihm Geschichten aus dem Alltasgwahnsinn der Aramäer in Frankfurt, während er seine Unterlagen durchging. Den Diskussionen mit den Türken, den Kurden, dem allgemeinen Sprachwirrwarr. Sein Trick? Cool bleiben.
„Also was mache ich jetzt, Herr Görtz?“ Gespannt sah Zaki ihn an.
Er stellte sich alles sehr einfach vor, merkte Edmund. Er war ein dieser Jungen, dem er mehr gewünscht hätte, als ihm offenstand. Am liebsten hätte er ihn zurück zur Schule geschickt. Den Realschulabschluss nachmachen. Eine höhere Laufbahn anstreben als nur Automechaniker.
„Ich habe hier einen Schnelltest“, sagte er und holte ein Bündel Papiere aus der Schublade. „Um Ihren Bildungsstand zu überprüfen.“
Zaki lachte. „Der Bildungsstand ist Scheiße, Herr Görtz, das sage ich Ihnen gleich. Hab üble Lehrer gehabt.“
Edmund kamen die Tränen. Das hatten sie alle.
„Uh ... oh ... das letzte Jahr ... alles verzockt.“
„Schauen wir mal, was Sie von deutscher Geschichte wissen.“
„Geschichte? Hey! Ich will Automechaniker werden!“
„Wer war der erste deutsche Bundeskanzler?“
„Mann, hätte ich gewusst, das Sie mich hier abfragen ... wie hieß der nochmal ...irgendwas mit A ...“, Zaki schnippte mit den Fingern, „warten Sie! ... nix sagen! ... Ich komm drauf! ... Zweiter Buchstabe?“
Edmund lächelte. „D.“
Zaki schlug sich auf die Schenkel. „Adenau! Stimmts? Hab ich recht?“
Edmund blätterte auf die nächste Seite. „Adenauer! Jetzt Geografie! Der längste Fluss der Erde?“
Zaki machte eine abwertende Handbewegung. „Einfach! Der Nil!“
„Okay, Biologie: Wieviele Zähne hat der Mensch?“
Zaki rollte mit den Augen. „32! Stellen Sie doch mal eine richtige Frage!“
"Wie heißt die binomische Formel?", fragte Edmund.
Zaki lachte. "Welche, Herr Görtz?"
Edmund hatte keine Ahnung. "Die bekannteste."
"Nehmen wir doch a plus b in Klammern zum Quadrat gleich a Quadrat plus zwei a b plus b Quadrat!"
Edmund seufzte. "Nehmen wir die."
Hatte er doch richtig geraten. Der Bursche war fit. „Welche Nationalität war Kolumbus?“
„Äh, keine Ahnung. Portugiese? Spanier?“
Edmund schüttelte den Kopf.„Italiener. Er kam aus Genua.“
Zaki ärgerte sich. „Hätte ich wissen können! Ich guck immer Galileo auf Pro Sieben, wissen Sie? Spitzensendung!“
Edmund bestärkte ihn darin, sie weiter zu gucken. „Ich begreife nicht, wie Sie so einen miserablen Durchschnitt haben können, Herr Kaplan!“, meckerte er.
Anobella - 23. Apr, 18:56
auf der vernissage hält man mich am ärmel fest.
"lasst mich loooooooooooos", rufe ich und versuche, freizukommen.
"du bleibst hier! was kann es für einen grund geben, so früh zu gehen?!"
">>>schimanski!"
und ich kämpfe mich durch die tür und renne nach hause.
Anobella - 22. Apr, 20:07
in der mitte steht der text, rechts und links die kommentare (daneben noch mal kommentare), insgesamt 10 000 seiten, der schriftkorpus in jahrhunderten angewachsen. jeder hat sein scherflein beigetragen, in rede und gegenrede. alles wird in frage gestellt und beleuchtet.
was eine konzeption! gigantisch ...
>>>staunt
Anobella - 22. Apr, 08:39
nach
>>> ihm. nicht nur, weil er am gleichen tag geburtstag hat wie ich, sondern weil er so ein gemütlicher, gelassener, sympathischer alleskönner ist ...
(gerade bei NDR im interview)
*herzchen in den augen
**gleicher tag geburtstag wie jürgen tarrach)
Anobella - 21. Apr, 19:24
*kommen die tränen
er will jetzt entlang der tagesordnung den tabellenplatz in baden württemberg ganz vorne halten.
das wird für einen ministerpräsidenten, der sich als brutalstmöglich unpolitisch geoutet hat, nicht leicht werden ...
**wiegt mit dem kopf
***flirtet mit paris
Anobella - 21. Apr, 17:16
sie sind zu d r i t t . die ganze zeit hatte ich schon den eindruck, dass der chor aus dem holunder dreistimmig sei - richtig!
hektor und pallas athene haben noch ein kleines brüderchen: paris.
*lacht
Anobella - 21. Apr, 16:50
*zieht ihren badeanzug an und schlängelt sich auf die liege
Anobella - 21. Apr, 13:07
Mr. Van Eyck hatte sehr viel Geld und Zeit; mit dem einen wollte und mit dem anderen konnte er nichts anfangen. An sonnigen Tagen saß er auf der Terrasse des Clubhauses und schrieb anonyme Briefe.
Über den Tisch aus Glas und Aluminium gebeugt, wirkte er sehr zielstrebig und konzentriert. Man hätte meinen können, er schreibe ein Gedicht über die Wellen, die unten gegen die Kaimauer klatschten, oder über die hoch oben dahinsegelnden Möwen, die sich als träge, weiße Fische in den Tiefen des Schwimmbeckens spiegelten. Doch Mr. Van Eyck nahm weder die Geräusche des Meeres noch den Anblick der Vögel wahr. Je freundlicher das Wetter, desto boshafter wurde der Inhalt seiner Briefe. So virtuos wie ein Schlittschuhläufer über das Eis, glitt und wirbelte seine Feder über das Papier.
.
... Sie erbärmliche, armselige Heuchlerin ...
(Der Mord von Miranda,
>>>Margaret Millar)
Anobella - 21. Apr, 10:19