Aktuelle Beiträge

Lachen und Spielen ist...
Lachen und spielen empfiehlt sich sehr, wenn man gesund...
Spielhallenbesucher (Gast) - 5. Dez, 15:57
Grandios gemacht.
Richtig klasse. Hab hier mal ein Lesezeichen gesetzt. LG...
Spielcasinos in Salzwedel finden (Gast) - 5. Dez, 04:14
Super
lustiger und informativer blog
Dagligvarer på nett (Gast) - 22. Mai, 08:22
Super Idee
Wir verbringen oft ganze Pausen damit, gemeinsam zu...
UMS Capital (Gast) - 14. Aug, 15:11
Cooler blog
echt lustige stories, mehr davon (bitte)
Smeg (Gast) - 22. Apr, 10:41
Wow
Ein wenig lädiert sieht der Schirm ja schon aus. Da...
Claus (Gast) - 31. Mai, 13:11
Tur mir leid,
ich bin f u r c h t b a r beschäftigt und muss mein...
Anobella - 19. Mai, 10:56
Und?
Immer nur woanders kommentieren geht aber gar nicht....
Giorgione - 19. Mai, 10:49

neologs grafik

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Dienstag, 14. Juli 2009

Ein Tag aus Anobellas Leben

Anobella erwacht. Der Tag sieht weniger vielversprechend aus, als ihr der Wetterdienst am Vorabend versprochen hat. An sich ist Anobella nicht wetterwendisch und Klimaumschwünge machen ihr nichts aus, im Gegenteil: Eigentlich kann sie jeden Tag so nehmen, wie er ist. Diesen jedoch nicht: 78 Prozent Luftfeuchtigkeit, Windstärke 5 km/h.
Eine halbe Stunde kämpft Anobella mit dem Rinnsal aus der Dusche, dann öffnet sie den Eisschrank und überprüft, was drin ist.
Es ist nichts drin, oder fast nichts: Kapern, Oliven, getrocknete Tomaten. Nichts für morgens also.
Zum Bäcker kann sie nicht gehen, ohne vorher auf der Bank gewesen zu sein, da sie am Vortag ihre letzten mickrigen 25,99 Euro für eine Tintenpatrone der Marke Hewlett & Packard Nummer 22 ausgegeben hat, die aber in ihren alten Drucker passt und nicht in ihren neuen. Ihr neuer Drucker braucht die Patrone Nummer 300. Umtauschen kann Anobella die Patrone nicht mehr, da sie in einem Wutanfall die Verpackung in einer Art und Weise aufgerissen hat – die Verpackungen sind vierfach gefältelt und vernietet, und die Patrone schält sich wie eine kleine russische Babuschka heraus – dass sie niemandem mehr zurückzugeben ist.
Ich muss unbedingt geduldiger werden, denkt Anobella.
Anobella läutet beim Nachbarn und fragt ihn lächelnd nach einem Ei. Dieses Mal ist sie sicher, dass sie es schaffen wird, etwas von ihm auszuleihen, ohne eingeladen zu werden.
Eineinhalb Stunden später ist Anobella wieder zurück in ihrer Wohnung und kann sich erst dem Eikochen, später dem Tagesgeschäft widmen. Sie soll eine Pressemitteilung zum Thema Bohnerwachs schreiben. Das kann nicht so schwer sein, denkt Anobella, auch wenn Bohnerwachs heute ein bisschen aus der Mode gekommen ist: Aber das kommt ja auf die Treppe an. So könnte sie ja anfangen, das kommt die Treppe an.
Anobella kaut am Stift.
Das Wetter verschlechtert sich. Was morgens nur grau gewesen war und eintönig, sieht gegen Mittag schwarz und lebensbedrohlich aus. Eigentlich sehr beeindruckend, nur im Moment passt es Anobella nicht, Anobella würde gern in den Park gehen und dort über den verfluchten Bohnerwachs weitermeditieren.
Zeilenstand: Viereinhalb im Fließtext.
Anobella hat Hunger. Sie kocht Miracoli und verfeinert das mediterrane Gericht mit Kapern, Oliven und getrockneten Tomaten.
Draußen verfärbt sich der Himmel in bedrohliche schwarz-orangene Streifenmuster. Reine italienische Renaissance.
Anobella beschließt, in die Stadt zu gehen und eine neue Druckerpatrone zu kaufen. Den Einkaufszettel, auf dem mit einem Edding-Stift NUMMER 300 vermerkt ist, lässt sie auf dem Tisch liegen, bemerkt es schon draußen auf dem Bürgersteig, findet aber nicht die Kraft, zurück in die Wohnung zu gehen und den Zettel zu holen. Bis zum Karstadt spricht sie mantraartig Nummer 300, Nummer 300, Nummer 300, Nummer 300, Nummer 300.
Das Gewitter kommt herunter und Anobella wird nass bis auf die Haut.
Die Patrone Nummer 300 kostet fünf Euro mehr als die für den alten Drucker und Anobella geht griesgrämig zur Kasse.
Die Kassiererin zieht den Preis ab und Anobella reicht ihr - immer noch tropfend - ihre Karte.
„Das ist die AOK-Karte“, sagt die Kassiererin und reicht sie ihr zurück.
Anobella lacht. „Und beim Arzt mache ich es umgekehrt! Der kriegt dann die Bankkarte!“
Anobella lacht allein.
Anobella verlässt die Abteilung über den Hauptgang und betritt sie wieder über den Seiteneingang. Diskret prüft sie den Preis für die Druckerpatrone nach. Es kam ihr einfach zu viel vor, aber es hat natürlich alles seine Richtigkeit.
Anobella vergisst auf dem Rückweg, Brot und Käse zu kaufen.
Zu Hause reißt Anobella die Tintenpatronenverpackung auf die gleiche hysterische ARt und Weise auf wie die von Nummer 22. Das dauert natürlich viel länger, als wenn Anobella vernünftig vorgegangen wäre – weil Anobella dazu ein Brotmesser und einen Dosenöffner braucht – so dass sie erst zehn Minuten später die Patrone einsetzen kann.
Ihr Laptop meldet, ihre Tintenpatrone sei leer und sie möchte sich bitte bei Hewlett & Packard eine neue besorgen. In vorauseilendem Gehorsam verbindet sie ihr Laptop schon mal mit Hewlett & Packard und Hewlett & Packard meldet, es sei willing & able.
Nachdem sie das Fenster mit einem „Ok“ weggeklickt hat, erteilt Anobella den Druckauftrag vom Vortag neu, worauf ihr Samsung meldet, ihr Drucker hätte einen Papierstau. Deswegen leite Samsung sie jetzt um zu Hewlett & Packard, die anzeigen, dass ihre Tintenpatrone leer sei.
Anobella fährt den Laptop wieder herunter und wieder herauf.
Der Computer meldet, ihr Drucker hätte einen Papierstau und leitet sie um zu Hewlett & Packard, das weiterleitet zu Hilfe.
Anobella wiederholt diesen Vorgang drei Mal.
Das Telefon klingelt, der Nachbar ist dran und erzählt ihr eine Anekdote aus seinem ereignisarmen Leben, deren Pointe Anobella entgeht.
BOHNERWACHS!
Anobella geht zurück in ihr Arbeitszimmer. Der Drucker hat ihr Dokument sieben Mal ausgedruckt plus zwei Dokumente von vorgestern und das Papier ist alle.
Der Laptop meldet, das Papier sei alle und er habe eine neue Tintenpatrone eingesetzt.
Es ist Abend geworden. Anobella kocht sich erneut Miracoli, diesmal ohne Kapern, Oliven und getrocknete Tomaten.
Sommerloch, schwarzes Loch.

Der Mann, der Bücher im Kopf schrieb

Taylor Cheever schrieb seine Bücher im Kopf, nie auf Papier. Als er starb, mit zweiundsechzig, hatte er vierzehn Romane geschrieben und einhundertsiebenundzwanzig Charaktere geschaffen, an die wenigstens er sich deutlich erinnerte.
Das war so gekommen: Mit dreiundzwanzig schrieb Cheever einen Roman, den er Die ewige Herausforderung nannte und der von vier Londoner Verlagen abgelehnt wurde. Cheever, damals Redakteur bei einer Zeitung in Brighton, zeigte sein Manuskript drei oder vier befreundeten Journalisten und Kritikern, und alle, fand Cheever, äußersten sich ebenso brüsk wie die Londoner Verleger in ihren Briefen: „Charaktere sitzen nicht ... gekünstelter Dialog ... Thematik verschwommen ... Du wolltest ja eine offene Antwort ... Also ich glaube nicht, dass dies eine Chance hat, veröffentlicht zu werden ... selbst wenn du noch mal drübergehst ...“ Zwei Jahre lang hatte Cheever seine ganze freie Zeit für den Roman aufgewendet und dabei das Mädchen, das er heiraten wollte, Louise Welldon, beinahe verloren, weil er sich kaum noch um sie gekümmert hatte. Dennoch heiratete er Louise wenige Wochen nach der Flut von Ablehnungen seines Romans. So blieb wenig übrig von der Aura des Triumphs, von der umgeben er die Braut heimzuholen und den Weg der Ehe zu beschreiten gedacht hatte.
Cheever hatte ein kleines Privateinkommen, und Louise hatte noch mehr. Cheever brauchte keinen Job. Er hatte sich vorgestellt, den Job bei der Zeitung aufzugeben (nachdem sein erstes Buch erschienen war), weitere Bücher zu schreiben und Buchkritiken und vielleicht eine Bücherspalte in der Brightoner Zeitung und später dann bei der Times und beim Guardian. Er versuchte, als Rezensent beim Beacon in Brighton anzukommen, aber von irgendwelchen festen Abmachungen war keine Rede...


(aus: Der Mann, der Bücher im Kopf schrieb, in: Patricia Highsmith, Meistererzählungen, 51 ff., Diogenes 1989)

Sonntag, 12. Juli 2009

Auf Pro 7

kommt jetzt dieser Flugzeugthriller mit Jodie Foster ... mal schaun.

*hüstelt

Ich twittere jetzt a u c h. Das klappt eins A. Die anderen haben Farben und Bildchen ... ich hab nix.
:(

Sign

>>>O' the Times

Let´s go

>>>crazy ... (Sterneleuchten abwarten)
:)

Ich lese James Ellroys "Die schwarze Dahlie".

Spitze.

Smileys

Freitag, 10. Juli 2009

gemeeeeeeeeeein

>>>

mein smarf-schrein

wird allmählich zu klein.

eben hat eine telekommitarbeiterin ein telefongespräch mit mir geführt,

das ihr keinen spaß gemacht hat.
"guten tag, frau g., ich möchte..."
"... mir was verkaufen. ich möchte nichts verkauft haben, wir können das gespräch beenden."
"ich will Ihnen nichts verkaufen, sondern Ihnen mitteilen, dass Ihre gespräche jetzt 40 prozent weniger kosten."
"das ist super, dankeschön, wiederhören."
"dazu muss ich nur noch wissen, was Sie für einen anschluss haben ..."
"normaler anschluss, steht in Ihren unterlagen. schalten Sie´s auf 40 prozent runter, wiederhören."
"ich habe hier keine unterlagen von Ihnen..."
"Sie haben keine unterlagen von mir? pffffffff! das ist ja spitzenprofessionell!"
da hat sie aufgelegt. so weit hatte ich die bisher noch nicht, dass sie mich abhängen.
mal sehn, ob sie jetzt meine anrufe auf 40 prozent runterschaltet.


*gespannt
(jürgen mal weghören)

Michael Jackson übrigens gut und schön.

Aber natürlich war ich Princefan. Er hat immer die grandiosere Musik gemacht, und gemessen an ihm war Jackson nur Mainstream. Außerdem hat Jackson immer so peinliche Sachen gemacht, wie sich dauernd ohne wirklichen Textbezug zwischen die Beine greifen. Der Unterschied zwischen den beiden war (hieß es gestern in einer Doku auf Arte, wird am 4. August um 21 Uhr wiederholt), dass Michael Jackson, ein bisschen naiv, ziemlich kindisch, nur so tat, als ob er verrückt wäre und Prince war es wirklich. Prince war außerdem ein genialer Musiker (Gitarre, Keybord, Schlagzeug) und Komponist. The very best album of Prince war Sign o’ the Times, aber auch Purple Rain, 1999 und Diamonds and Pearls. Videos kann man nicht einstellen, weil er gegen youtoube äußerst rigide vorgeht. Seine Webseite ist klasse, man muss nur eine Weile drauf rumspielen, bis man weiterkommt - immerhin kann man hier mal Kiss abspielen - und richtig REIN kommt man nur mit 77 Dollar. Wenn man richtiger Princefan ist, ist das sehr okay.

Donnerstag, 9. Juli 2009

"Ich bin Zidane, aber Materazzi läuft weg."

Harald Martenstein hat jetzt ein Cabrio und ist in seinem ganzen Leben noch nie so beschimpft worden.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Chabrol + Depardieu

Kommissar Bellamy von Claude Chabrol. Er soll schon lange davon geträumt haben, mit Gerard Depardieu zu arbeiten, jetzt hats geklappt. Depardieu spielt den pensionierten Kommissar Paul Bellamy, der, reich an Jahren, Erfahrungen und Gewicht, im Lauf seiner Ermittlungen zur persönlichen Höchstform aufläuft. Könnte was taugen, Kinostart morgen, mehr >>>hier.

Potsdam im Internet

arbeitet auch so präzise. Besonders hilfreich sind Fotos ohne Bildunterschrift.

*wird verrückt

Anleitung zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Architekten und Stadtplaner

Das ist grandios. Da könnte man rein theoretisch eine Broschüre über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Hessischen Architektenkammer bestellen, wenn sie leider nicht vergriffen wäre. Offenbar kommen diese Experten (für Öffentlichkeitsarbeit) nicht auf die Idee, dass sie das Ding als PDF auf ihre Webseite online stellen können, sodass die Leute es sich runterladen könnten.

(Nee, oder? Ich gucke falsch. Ich kapiere irgendwas nicht. Das kann nicht sein...)

Ich habe ja mal mit

Prof. Myra Warhaftig ein Interview gemacht - inzwischen leider verstorben - es ging um die Be- und Verhinderung der Emanzipation der Frau im Wohnungsbau (sie machte Grundrisskritik; herrliche Sache) ... molto interessante ...

Sha ...

... Wohnheim der Uni Heidelberg ... WIE soll hier der Geist frei fließen?

Ich hab ja mal im Wohnheim der Uni Madison/Wisconsin gewohnt, gleich in der ersten Nacht gab es eine Schlägerei von irgendeiner abusive relationship ... da rastest du aus, alein wegen dem gebäude ... musste dringend fengshuit werden ...

Dienstag, 7. Juli 2009

*prustet

die schlechteste deutschnote meiner knastjungs in der schriftlichen prüfung war eine drei plus. jetzt haben drei von ihnen noch in der mündlichen prüfung eine option auf eine zwei. DAS wäre mein bestes ergebnis ever.. zwei einsen und vier zweien. boah ey ... die haben sich echt mühe gegeben.
übermorgen ist alles vorbei.
die können mich auch nicht mehr sehen ... geht klar.
nächste woche gehn wir ins kino: Ice Age 3.

Smilies

Montag, 6. Juli 2009

heute abend spielt anthony hopkins

sensationell auf arte in "was vom tage übrig blieb". kleinste gesten, minimale mimik ... nur ein augenbrauen hochziehen ... dazu tief empfundene englische ratlosigkeit ... emma thompson ist auch nicht schlecht, aber hopkins spielt alle an die wand.

*ringt mit fippy

*droht mit der faust

ich hab eine neue bettdecke, 2 mal 2 meter. da drunter mach ichs ja nicht mehr.

- mit wärmendem luftpolster
- hochwertiger markenhohlfaser
- besonders weich und bauschig
- hautsympathisch und fein.

von irisette.

wehe, ich schwitze heute nacht!!!

ich hasse montag-e.

*hätte nicht zur bank gehen sollen

Sonntag, 5. Juli 2009

ich versuche, gerade james ellroy zu lesen.

also ich weiß nicht ... der fiel mir letztens schon so unangenehm in einem interview mit sarah weinman auf, wo er jeden satz mit einer "das ist jetzt sehr bedeutungsvoll, was ich hier zu sagen habe"-geste unterstrich und mir da schon mal per se auf den wecker ging. macht er das in seinen büchern auch? also in dem buch, das ich hier habe - "ein amerikanischer thriller" - soll offensichtlich jeder satz eine granate sein. das unterstreicht er auch gern durch einen absatz pro satz ... *eyes rolling ... und das auf 700 seiten. backt der auch mal kleinere brötchen? außerdem ist da "primary colours" echt lesbarer, tschuldigung ... diese ganz normalen krimis - hängen die auch so ich-bin-ein-genie-hoch?

womit ich übrigens nicht bestreiten will, dass er geniale einfälle HAT.

anobella auf reisen
anobella empfiehlt
anobellas steiniger weg in den neuen medien
aus anobellas arbeitswelt
aus anobellas tagebuch
aus anobellas werkstatt
easy listening mit anobella
life on a spinning ball!
Rheinland-Pfalz an Belgien
watchanobella
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren