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Anobella - 19. Mai, 10:56
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Giorgione - 19. Mai, 10:49

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Der Prager Schriftsteller und Philosoph Fritz Mauthner wurde 1849 in Horzitz bei Königgrätz in Böhmen geboren

und starb 1923 in Meersburg am Bodensee. Mauthner stand am Anfang einer sprachskeptischen Dichtung, zu deren Exponenten auch Hugo von Hofmannstahl, Rainer Maria Rilke, Frank Kafka, Robert Musil und Hermann Broch zählten. Von besonderer Bedeutung für die Linguistik war Mauthner durch seinen radikal-verneinenden sprachkritischen Standpunkt: Erkenntnis durch Sprache ist nicht möglich ...

Edmund saß im Lesesaal der Deutschen Bibliothek und tat so, als sei nichts geschehen. Nach dem Debakel der letzten Wochen schien es ihm das Beste zu sein, den Mord zu vergessen und einfach zur Tagesordnung überzugehen. Er durchforstete Zeitschriften, Magazine, Dissertationen, Almanache, Chroniken und Jahresschriften,versah Karteikarten mit Zitaten, Signaturen und Codes und aktualisierte die Fußnoten. Schaute seine alte Magisterarbeit durch und prüfte, ob sie sich nicht für eine Veröffentlichung eignete.
Blätterte mal hierhin, mal dorthin.
„Hast du schon die Zeitung gesehen? Dieser Axel wird vermisst!“
Es war Udo auf dem Handy.
„Woher weißt du das?“
„Aus der Zeitung! Es steht in der Rundschau!“
Edmund lief zum Zeitungsständer. Er fand die Notiz in der Region: Das Leben Axels wurde kurz ausgebreitet, dazu das vermutliche Datum seines Verschwindens, irgendwann zwischen den Jahren. Edmunds Name war in dem Artikel nicht erwähnt. Gut so. Er atmete auf.
„Im Netz ist er schon seit einigen Wochen nicht mehr aufgetaucht“, erwiderte er.
„Seltsam“, fand Udo, „er war doch nicht der Typ, der auf Reisen ging, oder?“
„Nein, war er ... ist er nicht. Axel ist notorischer Daheimbleiber. Sein Aktionsradius beträgt höchstens 50 Kilometer. Er ist Freiberufler, die sind nicht so gebunden wie wir. Kann schon sein, dass er ein paar Tage abgehauen ist. Das Jahr hat ja kaum angefangen. Vielleicht wollte er mal Ruhe vor dem Netz haben.“ Edmund lachte.
Herr Wolf - 8. Mai, 12:14

Spektisch?

Was ist denn sprachspektische Dichtung?
*kennt das nicht
** ist andererseits ja Ernährungswissenschaftler, kann nicht alles kennen

Das voraussichtliche Datum ist doch mehr ein wahrscheinliches, weil schon geschehenes? Voraussichtlich klingt so, als werde er noch verschwinden.

Anobella - 8. Mai, 12:27

*meint ja auch vermutlich!

sprachspektisch ist doch cool ...

Herr Wolf - 8. Mai, 13:17

Sprachspektische Dichtung

findet man vornehmlich in alten Schinken.
Wahrscheinlich ;)
Herr Wolf - 8. Mai, 13:18

Andernfalls

könnte man noch das vermeintliche Datum nehmen.
*faselt
Giorgione - 8. Mai, 13:23

Muss wohl

"das vermutete" heißen. (G. Grammaticos ist zurück.)
Giorgione - 8. Mai, 13:21

Axel?

Ich fand Arnold besser. Wer bringt denn einen Axel um? Höchstens Dietlinde.

Anobella - 8. Mai, 16:51

also guuuut ...

nee, arnold und edmund ist zu ähnlich. zwei jüngere probeleser des ersten kapitels konnten die beiden nicht auseinanderhalten, wahrscheinlich wegen dem "d"am schluss. außerdem mag ich den namen.
Anobella - 8. Mai, 17:00

kapier ich nicht.

was jetzt an dem satz noch auszusetzen ist:

Das Leben Axels wurde kurz ausgebreitet, dazu das vermutliche Datum seines Verschwindens, irgendwann zwischen den Jahren.

*supersatz!

lindi (Gast) - 8. Mai, 17:13

Nö, Zuckerschnütchen,

der Satz ist ziemlich männlich, sprich uncool. Das Leben Axels wurde kurz ausgebreitet. Hä? Entweder wurde es ausgebreitet oder nicht, aber ganz bestimmt nicht kurz, höchstens vollständig resp. in Umrissen. Dazu das vermutliche Datum seines Verschwindens. Muss ich erstmal Georgina recht geben, der scharfen Schnitte, lieber vermutetes Datum. Aber wieso wird das auch "ausgebreitet"? Und "irgendwann zwischen den Jahren" ist kein Datum, sondern ein ZEITRAUM.
Sag mal, Püppi, von dem Nagellack hier in der Redaktion, da darf ich doch auch, gelt?

bye
DiLi
*färbt sich die Zehennägel, schneidet aber erst noch die Nasenhaare
**an A.s Schreibtisch
Anobella - 8. Mai, 17:20

*lacht

okay, kurz ausgebreitet ist totaler blödsinn. der rest ist HERRLICH!

püppi
*reicht dietlinde ihren nagellack

Leser (Gast) - 9. Mai, 08:55

darf man im Lesesaal der Deutschen Bibliothek TELEFONIEREN? (Oder isser im dritten/vierten Satz woanders?)

Leser (Gast) - 9. Mai, 09:04

Nachtrag: wäre dann (wenn er woanders wäre) "saß" im ersten Satz, das Dauer suggeriert, ein Beispiel für 'Sprachskepsis'?
Anobella - 9. Mai, 09:05

danke erst mal für das engagement an meinen texten!

das muss man ja auch mal sagen.

*knickst

ich war noch gar nicht in diesem lesesaal. da muss ich noch hin, ich habe keine ahnung, wie es in dem aussieht.

ich vermute mal, er darf da nicht telefonieren (das dürfen sie in der bundespressekonferenz auch nicht), deswegen kniet edmund halb unter dem tisch, als er den anruf entgegennimmt. es sind ja nur ein paar wortwechsel.

ich muss noch einen generellen frankfurt-recherchiertag einlegen, ich brauche eine brücke südlich des westhafens über den main, ich muss nachschauen, wie es rund um die arbeitsagentur aussieht und ob es den saturn hansa an der berger straße noch gibt. ich muss auf den merian platz (da hat meine oma gewohnt und ich bin 6 wochen in die merianschule gegangen), und nachsehen, ob die da eine bank haben.

wenn nicht, eine ansiedeln.

undundund.

**kopf sinkt schwer auf die tischplatte
Giorgione - 9. Mai, 09:41

Wenn du da

eine ansiedelst, brauchst du gar nicht erst zu gucken, ob da eine ist. Ich würd's andersrum machen: Eine hinschreiben. Und dann kommen die Leser und gucken und sagen: Da ist ja gar keine. Und dann kommt die Stadtverwaltung und setzt vor lauter Leserbriefen eine genau dahin, wo du sie haben wolltest.

So macht man aus Literatur Wirklichkeit.
Anobella - 9. Mai, 09:11

nein, sprachskepsis ist was anderes.

*schüttelt den kopf

Anobella - 9. Mai, 09:21

DER LESER

ist mein herr zander.

*alles noch mal von vorn, anobella!

Anobella - 9. Mai, 09:22

und dann kommt dietlinde

und zerfetzt mir einen einzeiligen satz.
Anobella - 9. Mai, 09:22

und d a n n

gefallen georgina meine n a m e n nicht.
Leser (Gast) - 9. Mai, 09:34

nö: auch unter'm Tisch telefoniert der nicht, weil ich dann ausraste und ihm mindestens zwei der dickleibigen Jünger-SW-Bände an den Kopf knalle: dann hat sich's mit dem Mordverdacht und ich werde vor Gericht sagen: Herr Vorsitzender, das war Notwehr! ABER: Manche Lesesäle haben jetzt offene W-Lans, Sie könnten ihn also mit dem Laptop in den Lesesaal setzen und E-mail empfangen lassen. Dann kann er die Zeitung auch gleich im Netz lesen.

PS: ich bleib' bei Sprachskepsis (die entsteht beim Lesen, weil die Sprache mit sich selbst skeptisch ist)

PPS: Zander schmeckt, Leser liest.
Anobella - 9. Mai, 10:04

ich wette, sie haben

in der deutschen bibliothek netzanschlüsse. allerdings besteht eine pointe dieser szene darin, dass edmund WEG vom netz ist und explizit mit büchern in einer bibliothek hantiert.

er kann sich ja einen giftblick von Ihnen beim telefonieren einfangen.

*lacht

Leser (Gast) - 9. Mai, 10:23

Gift (ohne Blick): für solche Fälle sind giftpräparierte Pfeile nützlich (die ihrerseits krimitraditionell sind). Nu is aber gut.
Leser (Gast) - 9. Mai, 10:25

Nachtrag: die Forschungsreise in einen Lesesaal wäre ganz hilfreich. Da hantieren die Studis nicht mit Büchern, sondern lesen Wikipedia mit ihren Laptops.
Anobella - 9. Mai, 11:25

ich kann doch nicht meinen mörder von einem giftpfeil getroffen in der deutschen bibliothek zusammenbrechen lassen!

*wirft die arme hoch

Leser (Gast) - 9. Mai, 12:35

Dann soll er das Telefonieren im Lesesaal der Deutschen Bibliothek bleiben lassen!

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