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Anobella - 19. Mai, 10:56
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Giorgione - 19. Mai, 10:49

neologs grafik

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Rest 33. Edmund fuhr seinen Rechner runter

und ging in ein Café um die Ecke. Mit der Sonntagszeitung im Arm erkämpfte er sich einen Platz an einem kleinen Tisch. Schade, dass Miriam keine Zeit hatte. Sie hatte ihm nur eine knappe Antwort gegeben: Er würde sich nur bei ihr melden, weil Udo nicht konnte. Später musste er zu ihr fahren und sie bei Laune halten.
Der Service war miserabel. Zwanzig Minuten wartete Edmund ab, bis die Kellnerin an seinen Tisch kam, dann räumte sie nur ab. Weitere zehn Minuten dauerte es, bis sie seine Bestellung aufgenommen hatte, und noch mal zehn Minuten, bis der Cappuccino endlich vor ihm stand. Überall riefen Gäste gereizt nach der Rechnung.
Ein Pärchen drängte sich an seinen Bistrotisch. Edmund hatte kein Bedürfnis danach, mit der kleinen Blonden und ihrem Freund zu reden und er ärgerte sich, dass er nicht die Geistesgegenwart besessen hatte, Nein zu sagen, als sie ihn fragten, ob bei ihm noch Platz wäre. Jetzt saßen sie da und küssten sich dauernd. Wahrscheinlich um sich von seiner schlechten Laune abzulenken.Wenn sie sich nicht küssten, redeten sie Unsinn. Edmund versuchte, sich auf seine Zeitung zu konzentrieren, was aber bei dem Geplapper unmöglich war.
In der Zeitung stand nichts Besonderes. Flutkatastrophen, Erdbebeben, Selbstmordanschläge. Als ein anderer Tisch freiwurde, hoffte Edmund, dass das Pärchen wechseln würde; als das nicht geschah, war er zu höflich, um selbst zu wechseln. Auch darüber ärgerte er sich. Bissen für Bissen kaute er seinen Kuchen, ohne den Blick vom Teller zu heben. Seitenschlagend las er die Zeitung weiter und verfehlte dabei immer nur um Zentimeter den Kopf des Mannes.
Irgendwann platzte der Blonden der Kragen. „Warum haben Sie nicht gesagt, dass Sie lieber allein sitzen wollen?!“, keifte sie.
Widerwillig sah Edmund auf. „Was glauben Sie“, er sprach sehr langsam, „wie viel Spaß es mir macht, mit einem rumknutschenden Pärchen an einem winzigen Tisch zu sitzen?“
„Hey!“, rief der junge Mann. „Nicht frech werden, gell!“
„Nicht frechwerden? Sie müssen verzeihen, aber ich habe gerade“, Edmund ritt der Teufel, „eine Leiche entsorgt und meine Nerven sind etwas - angespannt. Aber wie hat denn Ihr neues Jahr angefangen?“
Das Pärchen reagierte leider nicht so, wie Edmund es erwartet hatte. Sie sahen ihn bestürzt an. Glaubten ihm. Nahmen es als bare Münze. Man konnte den Leuten heute wirklich jeden Bären aufbinden, wenn man nur wollte. „Ein Scherz“, sagte er.
Sie lachten nicht, sondern sahen zu, dass sie wegkamen.
Auch eine Möglichkeit, den Tisch für sich allein zu haben, dachte er und breitete die Zeitung aus.
Giorgione - 31. Mai, 10:17

Diese Methode

werde ich mir nicht merken.

Anobella - 31. Mai, 10:25

welche methode?

*wirft die arme hoch

Giorgione - 31. Mai, 10:37

Den Leuten zu sagen,

ich habe gerade eine Leiche entsorgt. Ts.

* schnalzt mit der Zunge
smarf (Gast) - 31. Mai, 11:41

Super. Ich erkenne mich wieder.

Mit dem Alleinsitzen und dem Miterleben von Intimität in der Öffentlichkeit. Man muss da vieles aushalten; zusehen, wenn eine Leiche entsorgt wird, wäre eine entspannende Ablenkung.

Leser (Gast) - 31. Mai, 13:46

Kuchen zum Cappuccino: das charakterisiert einen Leichenverschwindenlasser. Bravo!

Leser (Gast) - 31. Mai, 13:48

recte: "Brava"
Anobella - 31. Mai, 17:07

also kein capuccino zum kuchen

*warum nicht?
**ist teetrinkerin

was bedeutet denn "schnalzt mit er zunge"?

ja, ich habe an dich gedacht, smarf, als ich die szene im café schrieb - in einem café in weimar.
gott, habe ich dieses pärchen gehasst (zeit-lesen unmöglich) und ich überlegte: wie könntest du die jetzt verscheuchen?
und ich kam darauf, sie in ein gespräch darüber zu verwickeln, dass ich eine leiche entsorgt habe - mit flackernden augen.

*gute idee?

Giorgione - 31. Mai, 17:28

Ts:

* schnalzt noch mal mit der Zunge (mit der, übrigens, nicht mit er)

weil du nicht verstanden hast, was ich meinte.

ts.

Cappuccino schreibt sich das. und Cappuccino und Kuchen ist einfach zu viel. Ein Cappuccino ist schon eine ganze Mahlzeit für sich. Viel zu süß alles.
Anobella - 31. Mai, 18:26

aber nicht für m i c h .

*gertenschlank

maratre - 31. Mai, 18:59

Cappuccino ist nur süß, wenn man da Zucker reintut. Dann ist der Kuchen natürlich zuviel. ICh trinke ihn ungezuckert und nehme gerne ein Stückchen Kuchen dazu. Nervennahrung. Braucht Edmund auch nach der Entsorgung der Leiche.
LG
barb
*aus obigen Gründen leider nicht mehr gertenschlank
Anobella - 31. Mai, 19:00

HA!

*verschränkt die arme
Giorgione - 1. Jun, 00:21

Cappuccino

ohne Zucker? Urgs.

* auch nicht gertenschlank (disclosure)
Leser (Gast) - 31. Mai, 21:15

Zeitunglesen, Cappuccino+Kuchen: also erstens: wer nervt da wen: das knutschende Pärchen den Typ oder der Typ das Pärchen, weil er Zeitung liest, ablegt, Kuchen gabelt, Zeitung liest, ablegt, C. schnabbelt -- usw. usf.

Und zweitens: Innem dt. Café Kuchen und C.: das paßt zu dem Edmund. Er ist eh nicht eindeutig. Pseudo-Sympath.

Ich bleib dabei: Brava.

Anobella - 1. Jun, 09:28

ich mache kaffee mit limonenkuchen draus.

;-)
Giorgione - 1. Jun, 10:08

Lecker.

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