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Spielhallenbesucher (Gast) - 5. Dez, 15:57
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Dagligvarer på nett (Gast) - 22. Mai, 08:22
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Smeg (Gast) - 22. Apr, 10:41
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Anobella - 19. Mai, 10:56
Und?
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Giorgione - 19. Mai, 10:49

neologs grafik

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Wochenendalligatorin Anobella!

Die herausragende Krimiautorin Juli Zeh über ihr Schaffen in der Süddeutschen:

"Kunst ist Ausdruck einer Leidensbereitschaft. Wenn es mir die ganze Zeit super ginge, würde ich keine einzige Silbe schreiben. Ein gewisses Unglück an sich selbst und der Welt ist Voraussetzung für Kreativität."

*Welche Kunst?
**hinterfrägt

Außerdem ist sie "eher überbezahlt".

***eyes rolling
fippy (Gast) - 26. Jul, 12:12

*erschöpft

das muss doch nicht...

Giorgione - 26. Jul, 12:22

Ihr Unglück

"an sich selbst" ist mir ja egal. Aber warum muss sie auch andere unglücklich machen?

* mit dem überbezahlt hat sie aber doch recht...

Anobella - 26. Jul, 13:18

jetzt haben alle autoren einmal

auf die süddeutsche gekotzt, die weniger als 1000 euro pro lesung bekommen.

oder sie sind, wie fippy, erschöpft, die in L-förmigen restaurants ohne mikrofon an einem für einen zwei-meter-mann ausgerichteten stehpult vortragen muss.

Smarf (Gast) - 26. Jul, 16:56

So betrachtet wünsche ich Juli Zeh natürlich alles ALLES erdenklich Gute.

Es soll ihr blendend gehen.

U. (Gast) - 26. Jul, 17:59

manchmal...

...nervt das Rumgehacke auf Juli Zeh schon. Spieltrieb ist ein großartiger Roman und wenn einem die Schreibe eines Autors/ einer Autorin nicht gefällt, so kann man sie auch recht einfach ignorieren. ich lese mir ja auch nicht den ganzen Tag Gedichte gläubiger Reimemonster durch, nur damit ich mich dann besser übergeben kann...

Anobella - 26. Jul, 19:18

uwe - steht da, dass ein gewisses unglück an sich selbst die voraussetzung für kreativität ist - oder nicht?

Anobella - 26. Jul, 19:24

aber von mir aus ...

... *gibt nach ... wir können auch reinhard bütikofer nehmen, der gibt morgen ein zdf-sommerinterview um 19.10.

oder oswald metzger. der bietet sich auch an mit seinem eiertanz.
Giorgione - 26. Jul, 19:44

Ja, da fällt die Auswahl

schwer. Aber Herr Metzger ist ja schon kräftig dabei bei seinem persönlichen" Unglück an sich selbst".
U. (Gast) - 26. Jul, 20:17

ja...

...das steht da. und weißt Du was - ich stimme ihr zu. Menschen die in sich ruhend zufrieden sind, haben nicht den nötigen Antrieb zu Kreativität. sie mögen trotzdem malen oder schreiben oder lustige Figuren aus Kastanien basteln - aber dort könnte man dann den Unterschied zwischen Kunst, Handwerk und Kunsthandwerk suchen.

* findet das Interview überhaupt recht vernünftig
** stimmt Frau Zeh in einigen Punkten zu
Giorgione - 26. Jul, 20:40

Ich stimme dir

nicht zu. Der Unterschied zwischen Kunst, Handwerk und Kunsthandwerk ist nicht da zu finden, ob jemand zufrieden ist oder nicht. Mal abgesehen davon, dass du als naheliegende Kategorie z.B. Kitsch vergessen hast. Sondern in der Kunst selbst. Nämlich ob sie gelungen ist oder nicht. Über sich hinausweist oder nicht. Gibt ja viele unzufriedene Menschen, die Kunst machen wollen und nicht mal Kunsthandwerk hinkriegen.
U. (Gast) - 26. Jul, 21:31

es hat auch niemand behauptet...

...dass aus Unzufriedenheit automatisch Kunst entsteht oder dass Unzufriedenheit die alleinige Voraussetzung für Kunst wäre. und ich stimme Dir zu - der Weg von der Unzufriedenheit führt oft auch zu Kitsch.

allerdings finde ich nicht, dass das "Gelungen-Sein" von etwas dieses zu Kunst macht. ein handgeschnitzter Aschenbecher kann auch äußerst gelungen sein - aber dass er dadurch zu Kunst wird, bezweifle ich. hätte er aber elegante Form einer siechenden Raucherlunge, würde er also mehr darstellen als das reine (vielleicht auch gefällig anzuschauende) Nutzobjekt, so wären seine Chancen Kunst zu sein schon höher.

worauf ich hinaus will? dass es zu Kunst immer ein wenig mehr, ein wenig "extra" bedarf. dieses entsteht selten aus innerem Frieden, sondern eher dem Drang Stellung zu beziehen, einer Unzufriedenheit mit etwas oder jemandem (sich, der Situation, was-weiß-ich-was).

würde ich mich hinsetzen und eine Blume zeichnen, so entstünde ein Bild einer Blume. kein Kunstwerk, nichtmal ein kunsthandwerkliches Erzeugnis. das läge dann aber nicht daran, dass mir die Blume schlecht gelungen wäre (was nicht heißt, dass sie mir nicht schlecht gelingen würde), sondern daran, dass ich keine Ahnung habe, wie man einem Bild einer Blume mehr hinzufügen könnte, als einfach ein paar Striche und Farben. daran würde freilich auch keine Unzufriedenheit etwas ändern können...
Giorgione - 26. Jul, 21:40

Tja,

da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung. Ich stimme dir zu, dass die meisten guten Künstler etwas haben, das sie treibt. Aber das muss ja auch nicht heißen, dass sie unzufrieden sind. Und ich glaube immer noch, dass es Künstler gibt, die zufrieden in sich ruhen und trotzdem Werke schaffen. Ich kann's natürlich nicht beweisen. (Jetzt hätte ich fast hinzugesetzt: guck dir Anobellla an - aber ich weiß ja nicht, wie zufrieden sie in sich ist.)
mikel (Gast) - 27. Jul, 10:57

Niemand ruht nur in sich selbst. Wir sind äußerst vielschichtige Wesen und alles hat seine Zeit.

Und die Sache mit dem Handwerk und der Kunst ist auch ganz einfach: Das liegt ganz im Ermessen des Betrachters, des Lesers, des Hörers. Nicht im Ermessen des Urhebers. Deshalb wirkt das "Gepiense" der Urheber des öfteren peinlich. Wie hier auch.

Aber da ist auch diese "Dichter-Geilheit", das Stargehabe, nicht der Dichter, sondern der Medien, die sich lieber mit dem Urheber beschäftigen, denn mit dessen Werk.

Das geht schon beim Bachmannpreis los. Der und die haben gewonnen. Nee, eigentlich hat ein Text gewonnen, den der oder die geschrieben hat. DAS macht den Bewerb eigentlich (EIGENTLICH) so besonders. Hier wird nicht das Gesamtwerk eines Menschen beurteilt, wie bei Büchner oder Nobel, sondern ein Text. Auch kein Buchpreis.

Text. Bild. Video. Was weiß ich.
Anobella - 27. Jul, 11:14

sag mal,

gestern war in der tagesschau, dass viernheim abgesoffen sei ...

*erkundigt sich
mikel (Gast) - 27. Jul, 12:01

Si, jedes Jahr einmal! Sogar das Zentrum war zu. Knie hohes Wasser. (Alles versiegelt!)
Wir hier sind trocken. (Naturschutzgebiet, fließt alles ab)

Bilder von der Innenstadt gibt es hier
http://www.morgenweb.de/region/metropolregion/20080728_unwetter.html?sid=7a35a622f7c52e0da3bb9a6a43fe7f58
Anobella - 27. Jul, 12:56

du hast gar nix davon gewusst, huh?

U. (Gast) - 27. Jul, 13:28

ach mikel...

...natürlich wäre es schön, wenn bei Wettbewerben ein Text gewinnen würde. aber wo Menschen über Werke anderer Menschen entscheiden, steht nie ein Text für sich selbst. und Menschen interessieren sich nunmal für Menschen - und daher legen sie ihre Meinungen dar, geben und lesen Interviews, schreiben und lesen Blogs usw.

mir geht nur immer das Gestichle gegen diese Menschen auf den Keks. das hat immer so einen Hauch von Neid und Mißgunst gegen jene, die da im Rampenlicht stehen und dies auch müssen, um davon leben zu können. Erfolg bestimmt sich nunmal auch nicht allein über die Qualität des Geschaffenen - sondern auch über die Fähigkeit, sich und dies Geschaffene zu verkaufen (da stimme ich Frau Zeh überhaupt nicht zu - auch Literatur wird gehyped und Bestseller werden geschaffen).
Anobella - 27. Jul, 13:41

ich hab noch nie über wolf haas gestichelt.

dem gönne ich jeden cent. auch dass der rammstedt bei bachmann gleich drei preise eingeheimst hat - super. dieter paul rudolph - soll absahnen.

selbst juli zeh kann absahnen (obwohl sie sich keinen gefallen damit tut, rumzutröten, wie viel sie für lesungen kriegt). sie soll nur nicht von kunst und leiden dabei reden, da stellen sich mir die nackenhaare auf. nicht nur bei ihr. alles so hoch hängen ... gottogott. sollen sie doch lieber ein schönes kunsthandwerk machen und darin meister werden. echt jetzt.
Anobella - 27. Jul, 13:55

ich habs nochmal nachgelesen.

"kunst ist ausdruck von leidensbereitschaft."
WAS soll das? und obendrüber steht - okay, dafür kann sie nix, da hat die süddeutsche gedichtet - juli zeh räumt mit klischees auf. aber so ist das unheimlich oft bei ihr: oben wird wunder was angeteasert und dann landest du unten NUR in klischees und drangvoller enge.

außerdem finde ich es bei der gelegenheit tierisch anstrengend sich einen artikel der süddeutschen zu ersurfen. da muss man alle vier absätze weiterklicken. die zeit machts schön auf einer seite und viel schneller.

*kippte unter den tisch beim warten auf die nächste seite
Giorgione - 27. Jul, 14:29

Und genau

deswegen lästern wir über sie. Nicht, weil sie Mist schreibt. Das kann passieren, und das passiert auch vielen. Schwamm drüber. Da sagt man dann einmal, dass es Mist ist und gut ist. So wie bei Bottini.

Aber Juli Zeh tut immer so, als wäre sie ganz besonders schlau. Aber dann sondert sie nichtssagende Floskeln ab, redet pathetischen pseudo-philosophischen, krypto-psychologischen Unsinn: Nur wenn ich bereit bin, zu leiden, kann ich Kunst schaffen? Also nicht, wenn ich leide, sondern bereit dazu bin? So ein Quark. Durch nichts belegbar. Und dann die Wortwahl. Hat sie's nicht eine Etage tiefer? Nein, hat sie nicht. Ich wette, dass sie selbst nicht weiß, was sie da redet.

Nein, da bin ich nicht neidisch noch missgünstig. Ich ärgere mich nur über den Schwachsinn.
U. (Gast) - 27. Jul, 15:02

is ja gut...

...was soll ich mich hier mit Euch rumstreiten?

* ritzt ein "Juli is doof" in die Schulklotür
** will auch dazu gehören
mikel (Gast) - 27. Jul, 15:57

@anobella: Ich habs nur mitgekriegt, weil meine Tochter im Zentrum was kaufen wollte . Das ist immer nur in der Innenstadt, weil da ein paar Sanddünen ihr Tal teilen. Ich grinse gerade und denke: Das ist jetzt aber geplaudert ;-)

@Uwe: Anobella sagt das Richtige: Das ist das Hochhängen, das so affig wirkt.
Willemsen macht das auch, dieses Überhöhen, wie die Radisch oder auf anderem Gebiet die dummen Sprüche eines Sascha Lobo. Das regt auf, man muss das ironsich für sich selbts brechen um sich davon zu befreien.
http://mikelbower.de/blog/index.php/c76/gute-buecher-lesen-hoert-ihr

und speziell dafür hab ich bei mir ein Gedicht eingestellt. Hier in den Kommentaren passt das nicht. Darf man auch gerne drumehrumnörgeln.

http://mikelbower.de/blog/index.php/2008/07/27/das-ungequaelte-schwein?blog=7
Smarf (Gast) - 28. Jul, 09:36

Schön, das mit der Klotür, U. Jetzt gehörst Du fast dazu.

Was Dich noch ein bßchen draußen hält, ist Deine Eisnchätzung, das Spieltrieb ein großartiger Roman ist ...
Anobella - 27. Jul, 07:40

ich leide sehr an architektur und städtebau

und ich habe eine sonnenallergie, die mich immer den schatten aufsuchen lässt. reicht das für tiefe kunst?

neeeee ............ ich kenne ja diese haltung - aber wenn man nicht die wucht eines van gogh oder eines friedrich nietzsche oder eines franz kafka hat, sollte man tunlichst vermeiden, sich in diese reihe zu stellen. da fehlt mir die ironische brechung.

und ich liebe kunsthandwerk. in den kunsthandwerksmuseen findet man unglaubliche schätze ganz bescheidener leute.

*teilt die mähne des wildpferds

Giorgione - 27. Jul, 08:03

Und manchmal

ist das Kunsthandwerk tausendmal schöner als die Kunst, denn es ist präzise gearbeitet mit Sinn für die Details, dei Proportionen und die gesamte Ästhetik. Während die Künstler jedes handwerklich schlechte Hingeschmiere für "freien Ausdruck" ausgeben. Dabei können sie es oft einfach gar nicht. Wer kann denn noch richtig frei zeichnen? Was daran liegt, dass die Ausbildung schlechter geworden ist, aber auch daran, dass "freier Ausdruck" als Zeichen für Genie gilt. Was es oft eben nicht ist, sondern nur Schlamperei.

* liebt auch Kunsthandwerk
** hat jetzt drei Mal die ganze Langform gespielt inkl. mehrfachem Wildpferd
Anobella - 27. Jul, 08:28

wahre kunst entsteht nur aus leiden ist ein uralter schuh.

behaupten künstler gern von sich, um ihren avantgardestatus zu unterstreichen.

DIE gehen mir am meisten auf den wecker. weil sie meistens überhaupt nicht das format haben.

in prag war ich ja in dem museum für kunsthandwerk, auf den spuren von chatwins utz.
ich war hingerissen ...

muss mal wieder in frankfurt gehen ...

nömix - 27. Jul, 09:45

“Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“
(Karl Valentin)

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