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Mittwoch, 24. März 2010

Anobella bei Krankengymnast Klaus (Typ Urban Priol, aber bodenständig)

Krankengymnast Klaus (tatkräftig): Guten Morgen!
Anobella (beunruhigt) (bindet sich die Haare hoch) (bietet ihren Nacken dar): Können Sie mal schauen, was ich da habe? Ich sehs nicht. Es kratzt.
KK (wollte eigentlich massieren) (schaut): Jo ... Was haben wir denn da? ... Ist es die Krätze? (kichert)
Anobella (fährt herum): Hal-lo?!
KK (hüstelt)
Anobella (bietet wieder ihren Nacken dar)
KK: Vielleicht ein Pickel, der aufgegangen ist? (kichert)
Anobella: Aaaargh! Ein Pickel an der Stelle?!
KK (sieht darin nichts Ehrenrühriges)
Anobella (Blick zur Decke) (defätistisch): Ist es schlimm?
KK (versteht nicht): Nee. Ich würde aber mal das Kettchen abnehmen. Das reibts ja auf. (nimmt das Kettchen ab)
Anobella: Es ist also nicht schlimm.
KK: Sälbchen reicht.
Anobella (stellt zur Diskussion): Oder soll ich besser zum Hautarzt?
KK: Nö.
Anobella: Was denn für ein Sälbchen?
KK: Na, dieses Babyzeugs ... Sie wissen schon ... reicht gut ... (schnippt mit den Fingern)
Anobella (rät): Penaten?
KK (nickt): Penaten. Super. (blickt auf die Uhr) Aber können wir jetzt? Wegen dem Kapselriss? Wie gehts der Schulter? Haben Sie sich aufs Kältekissen gelegt?
Anobella (zuckt zusammen): Äh, nein. Der Heilungsprozess stagniert ... ich war abgelenkt durch ... durch ... durch...
KK (rollt mit den Augen): Den Pickel, Herrgott. Also los, legen Sie sich hin. (macht sich an Anobellas Schulter zu schaffen) In der Zukunft erwarte ich produktivere Mitarbeit!
Anobella (wegwerfend): Jajaja ... Es brannte so...

Montag, 15. März 2010

Gespräch zwischen einem Zollfahnder und einem Drogendealer:

Drogendealer (kommt in seine Wohnung, cool): Ojojojoj...
Zollfahnder: Wir haben den Auftrag, die Wohnung zu durchsuchen ... (sucht)
Drogendealer (gestresst) (duzt): Wollt ihr was zu trinken?
Zollfahnder: Nee, danke, du. Lieb von dir. (sucht weiter)
Drogendealer (baut sich neben dem Zollfahnder auf, lustig): Was hastn du da für ne Uhr?
Zollfahnder (auch lustig): Rolex. (entdeckt ein Geldversteck)
Drogendealer (glotzt auf das Geld): Also ich hab ja Breitling.
Zollfahnder (zählt das Geld): Breitling ist Scheiße ab WERK.
Drogendealer (grunzt)
Zollfahnder: 23 ... 24 ... 25 000. Super. Das nehm ich jetzt mit.
Drogendealer (grunzt)
Zollfahnder: Und dich auch.
Drogendealer (grunzt)
Zollfahnder (reibt sich die Hände): Was ist, wolln wir?

*Phoenixdoku von Rütger Haarhaus

Samstag, 13. März 2010

Also

das ist wirklich schön mit der zugleich literarischen wie auch wissenschaftlichen Anerkennung meines kleinen Blogs. Und das an meiner Heimatuni, Frankfurt am Main ... Obwohl ich weiß Gott wünschte, ich würde da heutzutage studieren, denn die haben jetzt einen richtigen Campus, und ich studierte in Asbest. Zumindest in der Germanistik.

*erzählt

Die Amerikanistik war ein niedliches kleines Institut vis a vis vom Senckenbergmuseum. Die wurde dann mein Habitat, weil nicht nur Text + Literatur, sondern auch Geschichte + Landeskunde etc., und das liegt mir ja mehr.

Aber ich wüsste gern, wer dort so nett auf mich aufmerksam geworden ist ... no idea ...
>>>Mehr Blogs

Smilies

Freitag, 12. März 2010

Beidseitige Kapselverletzung an den Schultern

Ich hab jetzt einen neuen Physiotherapeuten, gegen den ich die größten Vorurteile habe, weil er aussieht wie dieser unglückselige Urban Priol, über den ich noch nie lachen konnte, weil er immer nur so furchtbar politisch korrekte Comedy macht und mit seinem Äußeren so witzisch aussehen muss.

Dabei ist der Therapeut ganz ernst, arbeitet mit meinen Schultern ... "Lockern, lockern, lockern" ... und ist einer ganz normalen Unterhaltung fähig.




>>>Priol

Donnerstag, 11. März 2010

So, jetzt ist auch die zweite Anthologie draußen,

die dieses Jahr mit einem Beitrag von mir erscheint.

Mein Glücksburg-Flensburg-Krimi ist drin, in "Morden zwischen den Meeren", herausgegeben von Jobst Schlennstedt, erschienen bei Pendragon. Von Fipp... Henrike Heiland ist auch eine Story dabei und von vielen anderen. Es ist meine stutenbissige Story Killing BB ... Hier stehe ich allerdings nicht dabei...

http://www.amazon.de/Morden-zwischen-den-Meeren-Schleswig-Holstein/dp/3865321933



Mord zwischen den Meeren
Mit Geschichten von Eva Almstädt, Dietmar Bittrich,Anke Clausen, Nina George, Gunter Gerlach, Henrike Heiland, Regine Kölpin, Michael Koglin, Carmen Korn, Sandra Lüpkes, Michael Mehrgardt, Susanne Mischke, Hannes Nygaard, Gisa Pauly, Jobst Schlennstedt, Kirstin Warschau, Klaus-Peter Wolf, Christiane Geldmacher u.v.a.
Pendragon Verlag, Bielefled 2010,
352 Seiten, Pb, Euro 12,95
ISBN 978-3-86532-193-0

Sonntag, 7. März 2010

Köln

Im Wallraf-Richartz-Museum gibt es ganz außergewöhnliche Kleinodien – was heißt Kleinodien. Entdeckung Nummer 1: >>>Stefan Lochner, ein ganz ausgezeichneter >>>mittelalterlicher Kölner Maler. Entdeckung Nummer 2: >>>Marianne >>>Stokes. Explosion der Farben … Stock 2 des Museums kann man vergessen, aber 1 + 3 sind wirklich herausragend.

>>>Deswegen war ich da. Ihr erinnert euch an meinen Koreafußballkrimi ... ) Und >>>deswegen. War wirklich ein lustiger Abend.

Davor 2 Stunden mit Fippy beim Koreaner gesessen. Schmeckte mir sogar zum ersten Mal, lag aber vielleicht auch daran, dass Fippy mich ausgezeichnet unterhielt. Den Besitzer musste ich allerdings auf Knien anflehen, mir Zucker zum Grünen Tee zu geben. Zweimal rief er "Nein!", dreimal rief ich "doch!", dann zog ich meine Beretta und er rückte den Zucker raus.

Was mich wiederum entfernt an diese Frau aus dem Café in >>>Yeppoon, Queensland erinnerte, bei der ich Tee mit Zitrone bestellte, which is quite unusual in Australien. Sie nickte und eine Minute später sah ich sie aus dem Café rausrennen und beim Gemüsehändler eine Zitrone zu besorgen.

Mittwoch, 3. März 2010

Ach, schön.

Der Leipziger Poetenladen, für dessen Magazin Poet ich auch schon geschrieben habe, ist mit dem mit 15.000 Euro dotierten Calwer Hermann-Hesse-Zeitschriftenpreis ausgezeichnet worden. Das freut mich natürlich, da ich erstens in der Anfangsphase dabei war und zweitens Hell´s bells im Poetenladen erschienen ist.

UMTS

Noch heute,

wenn ich diese Krankengymnastin vom letzten Jahr auf der Straße mit ihrem Fahrrad sehe - und das tue ich oft, denn sie arbeitet in der Parallelstraße - habe ich diese Fantasie, sie von ihrem Rad unters nächste Auto zu stoßen.

Diese Krankengymnastin zwang mich u.a. "gegen den Strich" zu laufen, um mir Bewegungsabläufe klarer zu machen. Außerdem stellte sie mir Fragen und weidete sich an meinen falschen Antworten. Sie hielt sich für oberschlau und dachte, sie gibt mir jetzt mal einen Denkanstoß so in Richtung "es ist nicht alles, wie es scheint". Diese Phase habe ich aber schon während meines Philosophiestudiums abgehakt, und zwar sehr gründlich.

Jedenfalls habe ich jetzt eine neue Krankengymnastin. Ich habe eine gesucht, die konkret arbeitet, also eine mit Physio oder Sport oder Reha. Das hat geklappt. Thea knetet jetzt an meinen Schultern rum (weil ich doch letztes Jahr meine Treppe runtergeflogen bin, und HEY, ich kann die Arme zum ersten Mal seit Dezember wieder nach hinten nehmen. Im Thermalbad schlurche ich auch gerade rum - alles ganz okay gerade).

Thea sagt, mein ganzer Rücken ist verspannt und drückt diese ganzen Triggerpunkte. Ich liege da und muckse mich nicht, obwohl es mich umbringt.
"Das was Sie da jetzt machen, würde jedem wehtun, oder?"
"Ja..."
Ich mag ihre Einsilbigkeit.

Wir wurden allerdings auch von der Kabine nebenan ausreichend mit unterhalten. In 15 Minuten besprachen eine Frau und ihre Krankengymnastin die Themen Alzheimer, Fingernägel machen und Nahtoderfahrungen. Der einen sagte ein Engel, dass sie eine Straße nicht betreten sollte und schon kam ein LKW angerast; der anderen bedeutete eine innere Stimme wortwörtlich die Lösung eines "sehr konkreten Problems", was immer das war.

Beide haben überall Engel in ihrer Wohnung. Groß, klein, in jedem Zimmer. Auf manchen steht Schutzengel drauf. Mir fiel auf, dass ich auch einen habe, so einen goldenen, auf meinem goldenen Spiegel in meiner Goldecke.

Sonntag, 28. Februar 2010

Und alle mal die Daumen drücken

für >>>Fippy!

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